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 Thieves at Heart

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Mikuri
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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Do Nov 02, 2017 5:05 am

Sanft kuschelte ich mich in die Decke - wir hatten wirklich schon lange nicht mehr überdacht geschlafen. Die Plane war eben nie so gut wie die vier Wände eines Hauses. "Du auch.", murmelte ich bereits schlaftrunkend und döste ein.
Der Morgen kam und wir schliefen länger als gewöhnlich, weckten uns doch sonst die ersten Geräusche des Tages, so konnten wir heute problemlos ausschlafen. Auch wenn ich als erstes aufwachte, blieb ich noch liegen und hielt die Augen geschlossen - wartete auf Michael. Erst als auch er sich regte, zog ich die Decke nach hinten. "Guten Morgen.", begrüßte ich ihn und strich ihm leicht über die gesunde Schulter. Zeit aufzustehen. Im Bad fanden wir einen Trog mit frischem Wasser, wo man sich gut das Gesicht waschen konnte - es ersetzte zumindest im kleinen Stil den Fluss - auch wenn man hier nicht trinken konnte. Während sich Michael wusch, zog ich die mittlerweile trockene Kleidung ins Haus und legte sie feinsäuberlich in den Schrank. Solange wir das Haus nicht dauerhaft verließen konnten sie ruhig hier verweilen - außerdem waren die Sachen recht gemütlich.
Als auch Michael fertig war - ging es nach unten, in den Speisesaal des Hauses. Ferran wartete dort bereits an gedecktem Tisch. Es gab frisch-duftenes Brot, Käse, Butter, Wurst, sogar süße Marmelade - eigentlich alles was das Herz begehrte. Mit glitzernen Augen setzte ich mich rasch an den Tisch und begann ungeniert mit den Fingern zu essen, auch wenn Besteck daneben lag. Was hatte er denn bitte erwartet? Ferran schien recht fasziniert und erschrocken zu gleich, sagte aber nichts. "Ihr begleitet mich heute. Und am Ende des Tages - trefft ihr eure Entscheidung.", meinte er schließlich, immer noch so geheimnisvoll tuend, wie noch am Vortag.

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Sayamy
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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Do Nov 02, 2017 5:35 am

Ruhig schlief ich bis in den späten Morgen, hatte zum wahrscheinlich ersten Mal auch keine Schmerzen wegen meinem Knie – gerade wenn ich es mir so anstieß, wachte ich eigentlich wenigstens einmal davon auf. Das Chiara sofort die Decke wegzog war mir nicht ganz recht, ich lächelte aber trotzdem, setzte mich auf und fuhr mir durch die wirren Haare. Auf große Waschaktionen verzichtete ich, wir hatten ja gerade erst gebadet, musterte statt dessen meine Verletzungen. Schulter – konnte den Arm immer noch nicht heben, sollte aber problemlos heilen. Knie – tat noch weh und war steif, aber ich konnte laufen. So herumrennen und klettern wie normal würde ich noch nicht können, doch zumindest bräuchte ich keine Hilfe bei einem ruhigen Tagesablauf.
Auf der Treppe nach unten musste ich dann doch die Zähne zusammen beißen, mich am Geländer abstützen, ließ mir aber nicht helfen. Aber nur mit reiner Sturheit ließ sich meinem Körper nicht befehlen, besser zu werden. Ob Ferran das so gut finden würde? Ich beschloss ihm vorläufig nichts zu sagen, solang er nicht fragte. Beim Frühstück langte ich ebenfalls zu, benutzte allerdings meiner Mutter zuliebe Besteck – bis auf das Messer. Da nahm ich doch lieber mein eigenes, mit dem man tatsächlich schneiden konnte. Anstatt einer Erklärung bekamen wir dann aber nur die Aussicht auf eine Art Probetag. Ich war mir wirklich nicht sicher, ob ich das durchhielt. „Brauchen wir dafür irgendwas?“ fragte ich nur. „Zieht ein paar Sachen an, in denen ihr euch bewegen könnt. Nur nicht unbedingt eure eignen, so mit den Wachen draußen...“ Logisch, wahrscheinlich suchte man immer noch nach mir. „Und macht irgendwas mit diesen Zotteln, dass kann man ja nicht mit ansehen!“ Darauf grinste ich nur in mich hinein. Er mochte seine Haare kurz tragen, aber wir kamen auch so klar.

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Mikuri
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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Fr Nov 03, 2017 6:58 am

Beiläufig beobachtete ich Michael und zügelte etwas mein Verhalten. Ich hatte nie gelernt mit Besteck zu essen - kannte ich meine Eltern ja nicht mal - nicht mal für kurz. Dennoch, ihm zu Liebe, nahm ich zumindest die Gabel und hantierte sie etwas geschickt in der Hand. Nicht viel schwerer als ein Messer. Das wir Bewegungsfreundliche Kleidung brauchten, behagte mir gar nicht. Weniger das ich es an ziehen musste, als Michael - der immer noch kaum laufen konnte und auch sollte. Hoffentlich zog er das in Betracht. Ich nickte aber kurz. Als er auf unsere Haare zusprechen kam, horchte ich aber nochmal auf. "Man sagt, je kürzer die Haare, desso schneller fallen einem die aus.", trizte ich Ferran ein wenig - der aber nicht zu der Sorte Mensch gehörte, die sich leicht provozieren ließen. Während er also den Tisch aufräumte, hieß es für uns zurück aufs Zimmer - und für Michael die Stufen wieder nach oben. Helfend reichte ich ihm eine Hand - auch wenn er sie zurückweiste und stur bestand alles alleine zu machen, so konnte er sich jederzeit meiner Hilfe sicher sein und einfach zugreifen.
Im Zimmer selbst ignorierte ich Ferrans Vorschlag und zog meine alten Klamotten an. "Keine lebene Wache hat mich mit dir gesehen. Es sollte also kein Problem sein, die Sachen hier anzuziehen.", rechtfertigte ich mich kurzerhand - würde keiner Kleidung Vorzug vor dieser hier geben. Oft hatte ich sie flicken müssen - doch sie hatte mir durch viele Sommer gute Dienste geleistet, dass ich sie jetzt nicht aufgeben wollte, nur weil das ein Erwachsener sagte.

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Sayamy
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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Fr Nov 03, 2017 4:28 pm

Mir war relativ egal ob Chiara Besteck verwendete oder wir uns mit Zähnen und Fingern um ein Stück rohes Fleisch rissen war mir relativ egal – ich machte es nur in Ehren meiner Mutter, meiner Familie, von der ich ihr allerdings kaum erzählt hatte, so wie ich kaum etwas von ihrer Vergangenheit wusste. Spielte jetzt auch keine Rolle mehr, hatten wir eben einander. Halfen uns, selbst wenn ich viel nicht annahm, mir auch bei der Treppe nicht helfen ließ, nur leicht den Kopf schüttelte und sanft ihre Hand beiseite schob. Hoch ging auch leichter als unten, konnte ich die Stufen einzeln nehmen und musste das Bein kaum belasten. „Vor mir brauchst du dich nicht rechtfertigen“ meinte ich nur mit einem leisen Lachen, was ihre Kleidungswahl anging. Ich kam um etwas anderes nicht herum, wurde sicher noch wegen schwerem Mordes gesucht. Außerdem wollte ich die Chance nutzen, etwas anzuziehen, dass mich idealerweise bei meinen Verletzungen unterstützte. Auf eine magiedurchwobene enganliegende Rüstung brauchte ich natürlich nicht hoffen, bediente mich aber klug an den vorhandenen Sachen – da war sowieso alles dabei, von Lumpen bis hin zu Adelssachen. Meine Entscheidung fiel am Ende auf eine lockere Leinenhose, lang genug um sie in meine weichen Lederhalbstiefel zu stecken. Die behielt ich nämlich, hatte einen besseren Halt mit Schuhen die ausgetreten und so angepasst waren, trug auch grundsätzlich keine Socken. Dazu kam dann eine enges, langärmliges Hemd – unangenehm beim anziehen, half aber hoffentlich meine verletzte Schulter etwas zu überbrücken und die Wunde geschlossen zu halten – darüber dann noch eine ärmellose Weste, weil es draußen des andauernden Regen wegens doch eher kühl geworden war. Eine ponchoähnliche, bläuliche Jacke legte ich für mich beiseite, nahm eine gleiche in violettem Ton aber noch raus. „Zieh zumindest nachher das drüber. Ist wetterfest“ Im Gegensatz zu unseren Sachen. Überhaupt trat ich zu ihr, strich ihr sacht über die Haare. „Ein bisschen was müssen wir da aber machen“ gab ich mit einem leichten Lächeln zu, nahm den Band und etwas Haarband, zog sie neben mich auf die Bettkante und fing an, sie ihr geschickt in einen Zopf zu flechten, fasste die Strähnen weg von ihrem Gesicht, locker aber nicht so dass es sich öffnen würde, verwob es sicher und führte es im Nacken zu etwas zusammen, dass flach genug war um bequem unter die Kleidung geschoben zu werden, dank mehrfacher Legung aber nicht zu tief hing um zu drohen, irgendwo hängen zu bleiben. So wie ich es verteilte, dürfte ihr das gesammelte Gewicht auch nicht in die Quere kommen. Für sie machte ich das auch gerne, hatte meine eigenen Haare im Gegenzug nicht mal gekämmt, nur grob zusammen gebunden und unter eine Kappe geschoben. Zärtlich wie ich war, diente es wohl auch dazu, meine eigenen Sorgen einen Moment zu vergessen. „Ich wünschte, du hättest dass nicht tun müssen...“ flüsterte ich leise, bezog mich darauf, dass sie meinetwegen töten musste. Gerne hätte ich ihr das erspart, klang auch ehrlich entschuldigend, als hätte ich sie dazu gedrängt.

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   So Nov 05, 2017 7:11 am

Fast schon selbstverständlich nahm ich den überhang entgegen. Ich mochte violett nicht unbedingt - waren meine blauen Haare auffällig genug, weshalb ich ihn kurz zurück legte und einen schwarzen dafür herauskramte. Dieser hatte sogar eine eingestrickte Kaputze was sicher von Vorteil war. Ich legte ihn bei Seite und wittmete mich dann Michael der durch meine Haare strich. "Hoffentlich regnet es nicht schon wieder - dieses ständige durchnässt sein find ich blöd.", murrte ich und ließ mich widerstandslos aufs Bett führen und die Haare machen. Es war ohnehin angenehmer wenn er es machte - nicht nur weil es so einfacher war, sondern auch weil ich seine Nähe mochte. Außerdem vertraute ich ihm genug ihn an meine Haare zu lassen. Das war schon eine recht große "Ehre", immerhin waren sie mir quasi heilig. Als er plötzlich den Mord ansprach, wirkte ich etwas nachdenklich, drehte mich dann aber zu ihm, um ihm in die Augen zu schauen. "Ich bereue nichts.", meinte ich leicht. "Es war meine eigene Entscheidung - außerdem kann ich doch nicht zulassen, dass dir was passiert." Ein leichtes Lächeln schlich sich auf meine Lippen, doch war nur von kurzer Dauer. Ich war drauf vorbereitet gewesen, wusste - dass ich es irgendwann mal machen würde müssen. Und nun war es eben passiert. "Also geb dir nicht die Schuld - ich komme klar." Ich kannte ihn, wusste dass er meinetwegen sich oft die Schuld gab, wann immer ich etwas für uns tun musste oder mich verletzte. Ein Teil von mir mochte ihn dafür, der andere würde ihn lieber davon abbringen - immerhin war ich nicht viel jünger als er. "Wollen wir?", fragte ich - zog die Haare unter das Top, zog den Umhang über und hielt die Kaputze bereit. Das Messer am Gürtel befestigt, hielt ich ihm eine Hand hin.

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   So Nov 05, 2017 7:40 am

Mit Absicht hatte ich bestimmt keinen Mantel in einer Farbe rausgesucht, die sie nicht mochte, nur hatten wir sonst auch keinerlei Auswahl. So schlecht hätte es auch nicht ausgesehen, aber es war ihre Entscheidung – meine Sachen waren auch in eher dezentem Grün gehalten. „Naja, wenn das hier klappt haben wir zumindest diesen Winter ein Dach über dem Kopf...“ Eigentlich hatte ich keine Wahl als erstmal zuzustimmen, musste ich zumindest bleiben bis meine Verletzungen geheilt waren und ich etwas Geld angespart hatte, um eine Flucht in ein anderes Land zu finanzieren. Ferran wusste das auch, spielte wohl darauf, mich mit etwas mehr Zeit zu überzeugen. Ich nahm mir nur vor, darauf zu achten, dass er nichts in die Hand bekam, mit dem er mich an sich binden könnte. Bis ich genug von ihrem Vertrauen hatte um mich um ihre Haare kümmern zu dürfen, hatte es eine ganze Weile gedauert – allerdings hatte ich mich auch über Monate gequält, ehe ich ihr erlaubte an meine Verletzungen zu gehen.
Auch wenn sie lächelte und den Mord abtat, ich auch noch lächelte, so schwang in meinen Augen noch Trauer mit. Sie wusste nicht, dass ich am Anfang vorgehabt hatte, ihr irgendwo eine nette Familie zu suchen, wo sie ein normales Leben führen konnte, nur nicht das richtige gefunden hatte und irgendwann zu sehr an ihre Anwesenheit gewöhnt war, um damit weiter zu machen. Mein Leben war gefährlich und ich ahnte, dass es mit Ferran nicht besser werden würde. Vorerst war ich froh, sie einfach noch bei mir haben zu können, zog ebenfalls den Mantel drüber und sicherte mein Messer – dieses Mal nahm ich ihre Hand als Hilfe. Unten wartete dann schon Ferran, nicht ungeduldig, aber es ging auch gleich los. So völlig traute ich ihm nicht, hielt Chiaras Hand weiter fest.

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   So Nov 05, 2017 7:55 am

Ich nickte. Endlich mal nicht zu frieren...dass wäre ein Traum. Manche Winter waren nicht so schlimm, andere hatten uns fast umgebracht - ein Dach über den Kopf bedeutete meistens ein sicheres Fortbestehen. Ich half ihm hoch, ließ ihm auf der Treppe aber seinen Freiraum. Ich wusste selbst wie unangenehm es war, wenn man ständig Hilfe in Anspruch nahm - darum bettelten viele Leute nicht, sondern stahlen lieber. Ferran wartete bereits angezogen, mit einem Dolch und einem Schwert ausgerüstet. Er sagte nicht viel winkte uns nur ran, während ich Michaels Hand hielt und zusammen mit ihm dem Mann nach draußen folgte. Auf der Straße war bereits einiges los, doch sicheren schrittes führte uns Ferran aus dem Viertel raus, zurück in die heruntergekommende Gegend. Das Armenviertel. In einer Gasse blieben wir stehen, offensichtlich nicht zufällig, denn Ferran kramte hinter einer staubigen Ecke einen Umschlag hervor, den er öffnete und den Brief darin las. "Da ihr noch nicht zugesagt habt, werdet ihr mich heute nur genaustens beobachten. Könnt ihr lesen?" Etwas unsicher schaute ich Michael an, schüttelte dann aber den Kopf. Besser wir blieben bei der Wahrheit. Er nahm es gelassen und nickte. "Hier ist steht ein Auftrag drin, den mir ein Freund hinterlassen hat. Wir sollen einen Schmuggler umbringen, der illegal große Mengen Mondzucker in die Stadt schmuggelt. Ideen, wo man anfangen könnte zu suchen?" Man sah ihm an, dass es ein Test war. Er kannte die Antwort schon, wollte wohl nur wissen, was wir dachten.

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   So Nov 05, 2017 8:25 am

Auf Hilfe angewiesen zu sein, war allein jetzt schon unangenehm, weil Ferran mich ja auch nehmen musste, ich bisher nicht erwähnt hatte, dass mein Knie ein permanentes Problem war und man da auch längst nichts mehr machen konnte. Je näher es ins Armenviertel ging, desto eher fühlte ich mich wohl, kannte mich hier ja gründlich aus. Der Trick mit versteckter Kommunikation war nichts neues, ich verwendete es nur nicht, weil ich nicht lesen konnte, schüttelte auch leicht den Kopf. Ich würde gerne lesen können... es war praktisch, aber irgendwie brachte ich beim Lernen alles durcheinander. Meine Mum hatte es vergeblich versucht, wusste auch nicht wieso ich es nicht verstand. Wenigstens schienen wir nicht mitmachen zu müssen, stresste mich das ganze bewegen schon aus. Ein Test also – Kleinigkeit. Er musste nicht unbedingt wissen, dass ich mich an sowas auch beteiligt hatte, aber direkt im Geschehen zu sein, gab einem Informationen, die authentischer waren. „Taverne. Das blaue Einhorn wenn er sonst nichts macht, Pirates Cave wenn Waffen involviert sind, Borderline falls du es hinbekommst, dich als Schmuggler auszugeben. Ansonsten die Bucht einen halben Tag Fußmarsch im natürlichen Nebenarm vom Hauptkanal bei Neumond.“ zählte ich ohne Zögern auf. Blickte nicht mal zu ihm, sondern ließ den Blick über die Umgebung schweifen, prägte mir Details ein, die sich seit dem letzten Mal geändert hatten.

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Mo Nov 06, 2017 1:11 pm

Tatsächlich wäre dies auch meine Antwort gewesen. Wir kannten uns hier ziemlich gut aus - und auch wenn es viele gefährliche Orte gab, so musste man hin und wieder auf sie zurückgreifen. Ferran jedenfalls nickte zufrieden. "Wenn er grade keine Tour macht, dann finden wir ihn in der Taverne. Dort fangen wir an zu suchen.", meinte er und ging vorraus. Seine Schritte waren recht schnell und auch wenn es keine Probleme gab mitzuhalten, machte ich mir doch Sorgen um Michaels Knie. Er war zäh, aber irgendwann würde es ihn auch kleinkriegen und ich würde ihn wohl kaum zurück tragen können. Immerhin war die Taverne nicht weit weg, lediglich zwei Ecken weiter direkt am Hafenviertel. Hier kamen alle Hafenarbeiter hin, wenn sie arbeiteten oder sich betrinken wollten. Der Uhrzeit nach war es eher ersteres. Vor der Taverne blieb er stehen, schaute uns kurz an und setzte sich auf die Bank. "Also dann, ihr macht ihn ausfindig. Unternehmt aber nichts wenn ihr ihn gefunden habt, sondern berichtet mir. Okay? Sein Name ist Daryl Brunks."

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Mo Nov 06, 2017 2:03 pm

Angesichts dessen, dass Ferran in der Taverne anfangen wollte, hatte er sicher schon Informationen dazu und der Kerl den er suchte war kein großes Problem. Die wirklich schlimmen Leute trieben sich nicht in der öffentlichen Hafenkneipe herum. Beim mithalten hatte ich noch kein Problem, zumindest nicht solange er weder rannte noch anfing Wände hochzuklettern – aber jedem dürfte auffallen, dass ich humpelte. Nun, er hatte mich verletzt rausgeschleppt, jetzt musste er nehmen was er hatte. Wenn ich hier seinetwegen einknickte und nicht mehr weiter laufen konnte, musste er auch zusehen, mich wieder zurück zu bringen. „Was, ich kann ihn nicht in eine Schlägerei verwickeln und aus versehen abstechen?“ murmelte ich. Aber bitte, wenn er es unbedingt selbst machen wollte. „Und sollten wir nicht nur zusehen?“ Mit einem leichten Kopfschütteln tat ich jede Antwort aber gleich ab, wand mich Richtung Tür. „Sitz nicht zu auffällig hier rum“ war nur mein Tipp an ihn, denn als alter Mann der einfach nur die Leute beobachtete, konnte er sich bestimmt nicht ausgeben.
Kurz blickte ich zu Chiara, hielt eine Hand mit 3 Fingern hoch, wie um sie zu grüßen, längst in meiner Rolle, ihr aber nur signalisierend, dass sie in etwa 3 Minuten nach innen folgen sollte, wir nicht offensichtlich zusammen gehörten. Je nachdem wie es drinnen aussah, war aufteilen erstmal am besten. Mein Humpeln übertreibend riss ich die Tür auf und stolperte rein – ein junger Hafenarbeiter, der auf der Arbeit verletzt und deswegen entlassen worden war und seinen Frust jetzt in Alkohol ertrinken wollte. Ein paar Münzen dafür hatte ich im vorbei gehen aus der Tasche eines Mantels an der Garderobe gezogen, setzte mich an einen Platz an der Bar von dem aus ich den ganzen Raum gut überblicken konnte, prägte mir trotz des schwummrigen Lichts alle Gesichter genau ein.
„Ärger daheim, Junge?“ fragte der Barkeeper, als er mir auf eine leichte Geste hin ein Bier brachte. Um die Uhrzeit waren nur wenige Leute da, saßen die meisten in den Nischen, führten leise Privatgespräche. „Nay“ winkte ich ab, täuschte vor einen Schluck zu trinken. „Hab´n Balken aufs Bein bekommen. Vorarbeiter hat mich ´naus gworfen...“ Den Slang verwendete ich völlig natürlich, hatte etliche Klassen der Gesellschaft genau beobachtet und mir antrainiert, sie nachzuahmen. „Scheiß Tag. Kennst wen der schnell n paar starke Arme brauchen könnt? Ich kann immer noch arbeiten – spielt keine Rolle was.“ fragte ich, verwickelte ihn in ein kurzes Gespräch über eher unoffizielle Aufträge. Bis Chiara rein kam, wusste ich wer von den Leuten hier in Schmuggelaktionen involviert war, gab ihr ein unauffälliges Zeichen zu mir zu kommen. Als was sie sich ausgab spielte keine Rolle, ich ging dann einfach darauf ein.

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Di Nov 07, 2017 1:16 pm

Ferran's Gesichtsausdruck brachte mich etwas zum lachen. Dieser Ausdruck wenn man einen frechen Jungen rügen wollte - es aber einfach nicht schaffte. Er verkniff sich aber wohl ein Kommentar, wirkte kurz darauf gleich viel entspannter und setzte sich dennoch irgendwo vor dem Gasthaus hin. Nur...etwas war anders. Seine gefährliche Ausstrahlung war verschwunden und hätte ich nicht gewusst, dass er da war, hätte ich seine Anwesenheit gar nicht bemerkt oder besser gesagt beachtet. Dieser Mann steckte voller Rätsel. Ich schaute Michael an, machte die selbe Geste, nur damit es nicht auffiel und wartete dann ab. Das er sich vermutlich als ein verletzter und vielleicht sogar verzweifelter Hafenarbeiter ausgeben würde war mir klar. Die Frage war nur, wie wir am Besten an den Schmuggler rankamen. Und es brachte mich auf eine Idee. Während der drei Minuten eilte ich zum Hafen. Es war nicht weit, aber ich wusste ja wonach ich suchen musste. Er war ein breiter, muskulöser und übel riechender Vorarbeiter - mehr von der Sorte Schlägertyp als Intelligenzbestie. Darum war es recht einfach etwas aus seiner Tasche zu entwenden.

Vor der Taverne zog ich den Ponchoüberzug aus und zerstruppelte wieder meine Haare, sie wirkten längst nicht mehr so verfilzt, aber es sollte zumindest ausreichen. Ich atmete tief aus und betrat dann das Gebäude. Zielstrebig ging ich mit einem verschmilzten grinsen auf den ersten Gast im Lokal zu. "Hey~ Willst 'nen Stängel? Das beste Kraut in der ganzen Stadt.", meinte ich leise genug, dass es nicht unbedingt jeder mitbekam. Ich hielt eine kleine grüne Rolle hoch, die die meisten Leute so rauchten. Eigentlich hatte ich davon keine Ahnung, aber irgendwann wusste man halt, wer am Meisten rauchte und woher es kam. Der Mann den ich angesprochen hatte, schickte mich unbeeidruckt weiter. "Verzieh dich, ich hab schon." Mit einem Schlenker zog es mich damit zum Thresen, wo mich der Wirt bereits aufmerksam musterte. Auch Michael bot ich einen an. "Kommt schon, Leute. Das Beste Mohnkraut in der ganzen Stadt. Das habt ihr noch nie geraucht. Nur zehn Goldmünzen das Stück." Der Wirt schaute mich immer noch an und räusperte sich. "Seit wann gibt es einen neuen Krauthandel in der Stadt?", fragte er und schien etwas nervös zu klingen. Fast als befürchtete er Konkurrenz. "Keine Ahnung, Süßer. Wenn du Infos willst, musst was springen lassen.", grinste ich frech und rieb etwas spielerisch mit den Händen.

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Di Nov 07, 2017 1:37 pm

Was Ferran da mit seiner Ausstrahlung machte, wollte ich definitiv auch können – ein wenig konnte ich es ja bereits, so selbstverständlich wie ich in Rollen schlüpfte, mich an jede Situation anpasste, jedem etwas anderes vorspielte. Wie ich tatsächlich war wusste nur Chiara. Nur mit einem kurzen Blick erfasste ich was sie plante, ließ sie machen. Mit dem Wirt hatten wir einen weiteren Ansatz, doch ich hatte von dem gesprächigerem Barkeeper mehr erfahren. Wahrscheinlich steckte der Wirt mit im Geschäft, hieß er wusste um den Schmuggel. Scheinbar gedankenverloren, den Kopf auf den Armen abgelegt, beobachtete ich genau seine Bewegungen – und schlussfolgerte aus seinen Augenbewegungen und meinen bisherigen Annahmen, wer unser Ziel war.
Ich setzte mich aufrechter hin und unterbrach ihr Gespräch, rutschte rüber und fasste sie fast schon grob am Handgelenk – ein angetrunkener der sich von einem hübschen Mädchen einen Kuss stehlen wollte. „Hm, hast du auch was anderes im Angebot?“ fragte ich laut, zog ihren Kopf zu mir und wisperte ihr leise zu: „Tisch hinten links, weißhaarig. Ich wart bis du gehst“. Mich wegzustoßen und das zu erledigen dürfte kein Problem sein, ich wollte nur hier bleiben und die Sache beobachten, falls etwas schief ging. Aber wir brauchten nur noch einen kleinen Beweis, dass der Kerl entweder tatsächlich mit Mondzucker handelte oder sogar der gesuchte war – ich ging davon aus, dass letzteres zutraf, Ferran wollte sicher den ganzen Auftrag heute durchziehen um zu sehen, was er an uns hatte.

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Mi Nov 08, 2017 7:31 am

Als Michael mich heranzog, schaute ich ihn erst etwas überrascht an, verstand aber direkt, dass er sich umgesehen hatte. Wenn der Weißhaarige wirklich der Schmuggler war, gab es einen einfachen Weg das herauszufinden. Kurz hatte er geendet, dann zischte auf schon die Handfläche nach vorne und verpasste dem Jungen eine Ohrfeige. Nicht allzu stark, aber es zog sicher etwas. Ich setzte dafür ein verärgertes Gesicht auf. "Fass mich noch einmal an und Mr. Burke schlägt dir jeden Zahn einzeln raus." Der Name gehörte zu dem Vorarbeiter, dem ich das Kraut gestohlen hatte. Ich wusste das er in der Vergangenheit heimlich was vertickt hatte, aber nie in größeren Mengen. Der Wirt wechselte unschlüssige Blicke mit dem weißhaarigen und nickte in meine Richtung, als ich aus dem Wirtshaus ging. Erst als ich weg war, leerte er in einem Zug seinen Krug Met und zog sich die Kaputze über, ehe er mir nach draußen folgte. Offensichtlich wollte er mit jemand bestimmtes ein ernstes Gespräch führen. Doch soweit kam es nicht. Kaum war er draußen in der Gasse und erblickte meine kleine Gestalt sich die Haare bindend, röchelte er bereits, kurz nachdem die Tür zugefallen war. Ein Messer hatte sich durch seinen Hals gebohrt, während eine schwarze Gestalt, dem Mann mit einer Hand auf den Mund in eine Ecke zerrte und dort versteckte. Dass es Ferran war, war kein Zweifel. Er musste gewusst haben wie sein Opfer aussah. Provisorisch legte ich den Zopf wieder unter die Kleidung und zog die Kaputze über, darauf wartend dass auch Michael herauskam.

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BeitragThema: Re: Thieves at Heart   Mi Nov 08, 2017 8:31 am

Gut, dass wir solche Sachen schon öfter gemacht hatten, so würde ich ihr diese gespielte Ohrfeige nie übel nehmen. Ich hob nur leicht abwehrend die Hand. „´S ja gut, alles gut“ meinte ich nur abwehrend, drehte mich wieder zu meinem Bier, murmelte Schimpfwörter vor mich hin, behielt das weitere Geschehen aber im Blick. Als der Kerl sich aufmachte ihr zu folgen, verschüttete ich scheinbar tollpatschig mein Bier, stieß noch ein paar mehr Flüche aus und stolperte raus, nachdem ich ein paar Münzen auf den Tresen geknallt hatte. Erst als die Tür hinter mir zu fiel, ließ ich meine Rolle schlagartig fallen.
Mit einem leichten Lächeln trat ich zu Chiara, legte ihr kurz eine Hand auf die Schulter – ein Wort des Lobes sprach ich nicht aus, machte das fast nie. Im Grunde war ich auch eher froh sie da raus zu haben, hätte das alleine durchgezogen wenn Ferran nicht wäre... auch wenn es bedeutet hätte, den Kerl zu beleidigen und mich zusammen schlagen zu lassen um ihn raus zu locken. Und sie dann nur wieder danach da war um mich einzusammeln und zu verarzten. Jetzt blickte ich eher missbilligend zu Ferran, hatte längst erfasst und mir gedacht was er getan hatte. „War das Theater für so ein bisschen nötig? Du hättest nicht einfach warten können, bis er raus kommt?“ Hauptsächlich war ich sauer auf ihn, weil mein Knie schon vom herumlaufen wehtat, er wusste dass ich verletzt war und mich eigentlich ausruhen sollte. Und dann für diesen Witz von Auftrag, denn jedes Straßenkind für ein paar Münzen genau so gut gemacht hätte. Mal ganz davon abgesehen, dass sowas in Zukunft nicht so gut funktionieren würde, wenn wir nicht mehr direkt am Geschehen lebten, keine aktuellen Informationen hatten... ich änderte mein Standbein, versuchte mein Knie zu entlasten. Wahrscheinlich hätte ich es doch wie meine Schulter bandagieren sollen.

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